Zusammenfassung der Ergebnisse aller Kategorien.
Überraschend war das gute Abschneiden der kleineren Vertreter in der
umfangreichsten und mit hoher Priorität versehenen Kategorie Usability.
Dies zeigte einmal mehr, dass die Größe eines anbietenden Unternehmens
in keinem Zusammenhang mit dem Grad an Nutzerfreundlichkeit der
Webseite steht. Mit steigendem Seitenumfang eines umfangreicheren
Online-Angebots steigen auch Anspruch und Anforderungen an eine
stringente und übersichtliche Nutzerführung.
Die Kategorie Interaktivität
markiert eine wichtige Position in der Studie, hier schnitten die
Kassen im Prinzip dank vielfältiger Dialogoptionen gut ab. Der Zugang
zu personalisierten Bereichen oder die Bereitstellung spezifischer
Informationen wird in der Regel nur Mitgliedern gewährt. Hier fehlt es
entweder an Angeboten oder an einem Testzugang, der die Vorteile einer
solchen Anwendung darstellt und zu deren Akzeptanz beiträgt. Dies
sollte im Hinblick auf die Gewinnung neuer Mitglieder stärker beachtet
werden. Hinzu kommt, dass nach wie vor wenig Arbeitsprozesse wirklich
online abgewickelt werden d. h. die Krankenkassen nutzen das
Einsparungspotential durch die direkte Verknüpfung digitaler Medien wie
z. B. Datenbankanbindungen oder die Sammlung und Verwaltung von
Kundendaten über Backend-Lösungen nach wie vor nicht aus.
Der Bereich der visuellen Gestaltung
wurde durch die mitgliederstarken Krankenkassen dominiert, die vor
allem durch ihre starken Markenauftritte überzeugen konnten. Aber auch
die kleineren Kassen zeigten, dass sie im Hinblick auf eine
übersichtliche und Orientierung gebende Gestaltung Standards setzen
konnten.
Bei den technischen und rechtlichen Komponenten
hatten die kleinen dann die Nase vorn. Hier wurden im Bereichsergebnis
die ersten drei Plätze von mitgliederschwachen Kassen belegt. Besonders
eklatant hingegen, und das galt für alle Kassen, waren die Ergebnisse
im Hinblick auf die Barrierefreiheit der Online-Angebote. Sollte ein
Großteil der gesetzlichen Krankenkassen wirklich zum Jahreswechsel
2005/2006 ihre Interseiten barrierefrei umsetzen müssen, dann haben sie
noch einiges zu tun. Gerade mal vier von 21 der Online-Angebote
erfüllten annähernd die Kriterien nach der deutschen Verordnung für
Barrierefreiheit.
Detailliertere Angaben zu den Untersuchungsbereichen sowie Erklärungen
und Definitionen zu den jeweiligen Kriterienkatalogen finden Sie in den
Einzelergebnissen der vier Kategorien.